»Für mich ist Denkmal ein lebenslager Imperativ, der aus zwei Wörtern besteht«
Der Satz von Fritz Grünbaum steht als Leitmotiv über dem soeben erschienenen Buch
VOR MEINER HAUSTÜR - »STOLPERSTEINE« VON GUNTER DEMNIG
Die Menschen, denen die Arbeit Gunter Demnigs gewidmet ist, zu Wort kommen zu lassen – das ist die Idee des Buches. Es verankert Berichte Gedichte, Erzählungen in unserem Gedächtnis, die Zeugnis geben vom Holocaust. Auch Texte können Stolpersteinen sein.
Vgl. Novitäten
Jeder in Deutschland und anderswo verfügt über ein Wissen, und sei es noch so fragmentarisch, das den II. Weltkrieg und Holocaust betrifft. Und siehe da – Stolpersteine vielerorts! Die Gedenksteine, verankert im Trottoir, erinnern an jene, Nachbarn, Leute, kleine und große, Passanten, Bürgerinnen und Bürger, die wie wir durchs Leben haben gehen wollen.
»Stolpersteine«, bisher 23.000 mal verlegt, bezeichnen ein Kunstprojekt für Europa, das die Erinnerung an die Vertreibung und Vernichtung der Juden, der Sinti und Roma, der politisch Verfolgten, der Homosexuellen, der Zeugen Jehovas und der Euthanasieopfer im Nationalsozialismus lebendig erhält.